Lege mindestens sechs bis zwölf Monate Einnahmen nebeneinander, markiere Ausreißer, wiederkehrende Täler und Spitzen. Ergänze Rechnungsdaten um tatsächlich eingegangene Zahlungen. So entdeckst du, wo Forecasts zu optimistisch waren, welche Auftraggeber verlässlich zahlen und wo Mahnprozesse nachgeschärft werden müssen.
Berechne deinen effektiven Arbeitssockel: Ziehe Urlaub, Krankheit, Akquise, Buchhaltung und Weiterbildungstage ab. Plane nur mit fakturierbaren Stunden. Verknüpfe Auftragswahrscheinlichkeit mit Pipeline-Phasen, um optimistische Luftschlösser in belastbare Szenarien umzuwandeln, inklusive Worst-Case-Blick auf verspätete Zahlungseingänge und unvorhersehbare Projektverschiebungen einzuplanen.
Definiere klare Zahlungsziele, Anzahlungsregeln und Abschlagspläne. Nutze automatische Erinnerungen, digitale Signaturen und freundlich bestimmte Formulierungen, um Liquidität zu sichern. Dokumentiere Historien, verhandle Anpassungen bei längeren Zahlungsfristen und berücksichtige Gebühren für Sofortauszahlungen, wenn der Cashflow kurzfristige Luft braucht.
Miete, Software, Versicherungen, Telefon, Infrastruktur: Erstelle eine vollständige, monatlich und jährlich gegliederte Übersicht, inklusive versteckter Abos. Prüfe Alternativen, Jahresrabatte und Kündigungsfristen. So entsteht eine belastbare Basis, die deine Runway realistisch spiegelt und teure Überraschungen deutlich reduziert.
Setze Budgets für Reisen, Bildung, Tools und Subunternehmer. Hinterfrage jede Ausgabe nach Ertrag, Zeitgewinn oder Qualitätsvorteil. Verschiebe Nice-to-haves in Wachstumsphasen, behalte jedoch produktivitätskritische Investitionen. So verlängerst du Runway, ohne Substanz zu verlieren, und erhältst dir kreative Handlungsfähigkeit.
Kopple deine Auftrags-Pipeline mit der Liquiditätsplanung. Plane konservativ verzögerte Starts, längere Abnahmen und saisonale Flauten ein. Hinterlege Auslösebedingungen für Sparmodus oder Vertriebs-Offensiven. So wächst die Planbarkeit, und deine Runway atmet gemeinsam mit echten Chancen statt Wunschdenken.





